Die OECD und weitere hochgebildete inkompetente Institutionen

Ich erinnere mich noch gut an die erste Teilnahme von Russland unter Putin bei der OECD PISA-Studie. Die Ergebnisse der russischen Kinder waren so gut (schlecht) geschönt, dass sie als neue PISA-Nummer Eins einen sprunghaft-riesigen Abstand zu den sonst führenden Ergebnissen aus Finnland und Japan hatten. Das angestrebte Ergebnis war ja den Russen nicht vorher bekannt, so haben die Russen mit den Zahlen sehr hoch gepokert, um Russlands Überlegenheit im Bildungssystem zu demonstrieren. Sie waren im Ranking der Staaten nicht nur sehr gut, sondern sie hatten die sonst Besten mit großem Abstand hinter sich gelassen.

Auf meine Frage an Herrn Dr. Dr. Günther Haider, der damals noch der österreichische PISA Koordinator war, ob das nicht geschönte Daten seien, wurde mein Einwand von ihm entrüstet zurückgewiesen. “ Original-Zitat Dr.Dr. Günter Haider: „…die PISA Studie ist das am besten geprüfte Testverfahren der Welt und Manipulationen dabei sind einfach ausgeschlossen„. Spätesten da wurde mir klar wie politisch inkompetent, interkulturell unerfahren und auch sonst hoffnungslos gutgläubig solche „Fachleute“ staatlichen Berichtszahlen gegenüber denken. Der Hausverstand hat Pause und alle Staatsberichte aller Staaten der Welt sind Berichte der verlässlichsten Wahrheit: Amen!

By the way: Nur so ist es möglich zu verstehen warum die Zahlen von Griechenland im Euro Beitrittsprozess von 2000-2002 eins zu eins als Wahrheit übernommen wurden.

Zurück zur OECD: Da ich aus vielen Erfahrungen weiß, dass offizielle Zahlen bestenfalls PR Charakter für Regierungen sind, bin ich auch nicht geeignet so eine (un-) verantwortungsvolle Tätigkeit als Fachmann für Ministerien in der Öffentlichkeit glaubwürdig zu vertreten. Da es für diese Tätigkeiten prädestinierte Gläubige und somit Erfüllungsgehilfen gibt, wird dem Unwesen der OECD im Auftrag der Mitgliedsstaaten, mit dem Geld der Steuerzahler, die ja die Auftragsgeber dieses Unsinns sind, weiter Rechnung getragen.

Die sonst sehr säkularisierten Gläubigen müssen und wollen aus innerem Antrieb heraus an etwas glauben und das sind dann ersatzweise die Religionen wie Wissenschaft oder eben die offiziellen Staatszahlen aus Russland, den USA, Frankreich, Deutschland  oder China oder Griechenlands Euro-Finanzunterlagen zur Staatsverschuldung, die als neues Glaubensbekenntnis, die sonstige Leere im Inneren füllen soll. Jedes Infragestellen der bestehenden Glaubenssysteme wird als Sakrileg gesehen und zutiefst überzeugt von den Gläubigen mit großem Nachdruck und Autorität verhindert. Soweit so naiv.

Vor einigen Tagen hat doch die OECD den Deutschen erklärt, sie hätten zu wenig Akademiker im internationalen Vergleich und sie müssten da was tun. Da stehe die Italiener oder die Spanier oder besonders die Engländer viel besser da. Die „Weisen“ der OECD kommen nicht auf die Idee, dass Deutschland noch DAS Land der europäischen Union ist, das wirtschaftlich alle diese Länder mit den zahlenmäßig überlegenenen Akademikerquoten erfolgreich in die Tasche steckt. Wie können Deutsche mit viel weniger Akademiker soviel wirtschaftlich leisten? Tatsächlich sind alle jungen arbeitslosen Akademiker aus Spanien, Italien, Mexiko und Griechenland zurzeit in Deutschland und hoffen dort auf eine Anstellung. Sie sind auch in Österreich und der Schweiz. Laut OECD sind ja die DACH Länder die Länder mit der geringsten Akademikerquote im internationale Vergleich. Soviel zum Erfolg eines Landes mit zu „wenigen“ Akademikern.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Vielleicht sollte man diese Tatsache den hausverstandsbefreiten Fachleuten der OECD ausrichten? Diese und ähnliche OECD Untersuchungen der statistischen Daten entbehren jeder Intelligenz und werden von akademischen Fachleuten durchgeführt, die bei ihrem Studium den Rest des Hausverstandes verloren haben und jetzt aber in wichtigen Positionen sitzen wo es gilt wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und wichtige Entscheidungen zu treffen.  Auch Österreich ist auf dem Radar der OECD, da auch wir zu wenige Akademiker produzieren. Österreich hat das ausgezeichnete Schulsystem der Höheren technischen Lehranstalten, das im internationalen Vergleich einzigartig ist. So sind in Österreich, die sonst im anglikanischen System statistisch erfassten technischen Associate und Bachelor Abschlüsse (BSc) im Vergleich durch diese HTL Schulform fachlich abgedeckt. Da die hochgebildeten OECD Statistiker, die aber gleichzeitig fachlich das was sie untersuchen nicht verstehen und alles miteinander vergleichen, also auch Äpfel mit Birnen, kommen dann solche sehr geistbefreiten Empfehlungen heraus.

Die OECD weiter: Österreich hat zu wenige Akademiker. Statistisch, im internationalen Vergleich, ja, faktisch nein. Im anglikanischen Bildungssystem ist es tatsächlich so, dass, wenn jemand kein College besucht hat, sondern nur die High School, dann ist er ohne jede Ausbildung. Wir im deutschsprachigen Raum (DACH) haben auch die exzellente Duale Berufsbildung, so kann ein Lehrling zu seiner Lehre eine Berufsschule mit einem Tag in der Woche oder in einigen Berufen wochenweise geblockt absolvieren und seine Tätigkeit schulisch-theoretisch reflektieren. Alle diese Schulformen sind dem angelsächsischen Schulsystem fremd. Daher sind ihre Handwerker auch bestenfalls Bastler, die sich das meiste ihrer Inkompetenz selbst angeeignet haben.

Die Welt nimmt tagtäglich an Wissen zu und die EntscheidungsträgerInnen gleichzeitig auf fast allen Ebenen sind immer mehr akademisiert und werden immer dümmer und dümmer, da sie keine systemischen Zusammenhänge mehr sehen und denken können. Sie haben den ganz normalen Hausverstand verloren und da es ihnen meist auch an Herzensbildung mangelt, muss man sich wirklich schon ernstlich Sorgen machen was da noch alles auf uns zukommt.

Es ist die Zeit der ProfilierungsneurotikerInnen, der/die Wichtigtuer/in in Entscheidungspositionen. Hier ist mir die gegenderte Form sehr wichtig, da ich auch erschreckend viele Frauen in für sie ungeeigneten Positionen sehe. So scheint es jetzt Usus zu sein, einem „Idioten“ in Führungposition durch harte Selektion im Auswahlverfahren eine „Idiotin“ nachfolgen zu lassen. Wenn es nicht tragisch enden könnte, könnte man darüber lachen, aber wer kann schon darüber lachen, wenn die EntscheidungsträgerInnen, statt in der Hand erfahrener TherapeutInnen, große Konzerne oder Internationale Institutionen
lenken und uns dabei in große Schwierigkeiten bringen?

Wo sind die Hoffnungsträger-Innen? Wenn nicht immer wieder einzelne EntscheidungsträgerInnen mit Herz und Hirn den ganzen Unsinn den ihre herz- und hirnbefreiten KollegInnen produzieren ausbügeln würden – es wäre nicht auszudenken…

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