Joe Biden, der amerikanische Einpeitscher

Ich habe Joe Biden bis jetzt für ganz sympathisch gehalten. Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht. Er ist ein ganz normaler Einpeitscher der amerikanischen Interessen. Er hat offensichtlich keine Ahnung von irgendeinem berechtigten politischen Standpunkt außerhalb der USA. Und dann muss er ganz im Sinne der Großmacht-Macho-Politik nach Europa kommen um die Europäer einzustampfen.

Joe Biden gehört noch der alten Welt an, die leider viel zu langsam ausstirbt, wo man sich gegenseitig bedroht und die Muskeln spielen lässt. Wo sind die modernen Politiker, die mit (Wirtschafts-) Verhandlungen und Gesprächen Politik machen? Leider haben die Amis und die Europäer ganz vergessen, wie sie selbst mit den Jugoslawien-Nachfolgestaaten umgegangen sind.

Da war es für die Nato noch im Jahr 2000 kein Problem Belgrad zu bombardieren und den Kosovo gewaltsam abzutrennen. Anschließend wurde ein nicht lebensfähiges Bosnien-Herzegowina geschaffen, das politisch und ethnisch weder durch die Schaffung einer Dreier-Regierung mit 600! Ministerposten (200 serbische, 200 kroatische und 200 bosnische) funktioniert, noch heute funktioniert und von den Geldern der EU und der UNO gestützt wird aber wirtschaftlich vollkommen ruiniert ist.

Ein Bravo an alle Beteiligten! Da waren echte Spezialisten am Werk. Jetzt geht es mit der Ukraine so weiter. Warum akzeptieren diese unprofessionellen Politik-Dilettanten nicht, dass es in der Ostukraine eine mehrheitlich russische Bevölkerung gibt, die mit dem Westen nichts am Hut hat und auch russisch und nicht ukrainisch spricht? Reisende soll man nicht aufhalten. Da wäre ebenfalls der viel gepriesene Liberalismus gefragt, der in der Wirtschaft permanent eingefordert wird.

Das liebste Spielzeug und die höchste Lust der nationalen und internationalen politischen Dilettanten ist der Nationalstaat, besonders dann, wenn er keine Nation umfasst. Da laufen sie zur Verteidigung der nationalen Grenzen zur emotionalen Höchstform auf, da macht es nichts, wenn tausende sterben. Das gehört dazu, das ist es wert. Da gilt es die heilige Kuh „Nationalstaat“ anzubeten um sie herumzutanzen und sie gegen jede Vernunft zu verteidigen. Diese politischen Schwachmaten begreifen nicht, dass die Zeit der Nationalstaaten schon wieder vorbei ist. Sie waren gerade genug für den Übergang der Staatsorganisation als Familienbesitz der Adelsfamilien hin zur natürlichen Region, die sich aus sich selbst heraus definiert.

Es ist die Zeit der Regionen gekommen, Regionen, die sich selbständig zusammenfinden, sich selbständig organisieren und ihre gemeinsamen Interessen verfolgen. Es mag da schon noch einen Staat geben der gemeinsame Regeln und Normen repräsentiert aber die Menschen nicht gefangen hält, wenn sie sich einer anderen Region zugehörig fühlen.

Das Einpeitschen machen innereuropäisch auch die Engländer mit den Schotten, die Spanier mit den Basken und den Katalanen. Da sind ganz große Ängste im Spiel, dass die Bevölkerung der nationalen Regierungskontrolle entgleiten könnte. Ihr Freiheitswunsch ist unerhört, sie müssen beherrscht werden, auch wenn sie es gar nicht wollen. Wir Europäer haben die Amerikaner nicht gebeten durch Fracking ihre ganze Umwelt in weiten Teilen der USA nachhaltig zu ruinieren, mit dem Ziel den Ölpreis zu versenken. Das haben sie schon für sich selbst gemacht, das geht beim Fracking so lange bis man kein Grundwasser mehr trinken kann. Dann ist das Land ruiniert und die Karawane zieht weiter. Wir in Europa sollen dafür dankbar sein, sagt Herr Biden. Wir in Europa haben den Schaden durch die Sanktionspolitik, die Amis sind nicht betroffen, während neben anderen Bereichen die europäische Landwirtschaft zum Teil schwerste Einbußen zu erleiden hat.

Wir in Europa müssen mit den Russen in Frieden leben. Sie sind unsere Nachbarn.

Es ist auch kein positives Ergebnis der Sanktionen zu sehen, ganz im Gegenteil, es ist nicht abzusehen was Putin noch einfällt, wenn die Sanktionen ihn weiter innenpolitisch in Bedrängnis bringen. Ich würde vorschlagen, die NATO, die EU, die USA sollten wieder mit Putin zu reden beginnen und mit dem lächerlichen Macho-Getue aufhören, das nur uns in Europa schadet, während die US Wirtschaft boomt. Ja, und Joe Biden gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an, Einpeitscher brauchen wir hier in Europa nicht, genauso wenig wie die CIA oder Fracking oder die NSA oder Folter oder die Todesstrafe oder Hausarrest als summum bonum der Jugenderziehung…

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