Die NSA Affäre und der blinde Fleck von Frau Merkel

Ich lese gerade in einem News Ticker, dass die USA die Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) überprüfen, da geheime Berichte aus dem NSA U-Ausschuss an die Presse gelangen. Das schade den Interessen der USA, wie US-Geheimdienstchef Clapper meint, man könne Deutschland nicht mehr vertrauen und überlege eine Einschränkung oder sogar eine Beendigung der Zusammenarbeit mit dem BND.
Soweit so sehr gut.
Wenn man bedenkt, dass der BND im Auftrag der USA auch Österreich ausspioniert, kann man nur hoffen, dass ein Ende dieser kriminellen Zusammenarbeit kurz bevor steht.
Das wiederum ist im Interesse von Österreich.
Wenn der deutsche BND sein Stockholmsyndrom bei der Zusammenarbeit mit der NSA weiterhin zum Schaden der Nachbarstaaten in Europa hündisch zelebriert, kann man nur hoffen, das der NSA U-Ausschuss im Bundestag die gesamte Führung dieser Behörde (der BND hat immerhin mehr als 6000 MitarbeiterInnen) wegen großem internationalen Schaden für Deutschland und zahlreicher Gesetzesbrüche austauscht und Personen in die Führung des BND bestellt, die nicht unterwürfig den NSA Speichel lecken.
Es muss doch in Deutschland noch Personen geben, die Deutschland gegenüber loyal und Europa gegenüber solidarisch sind und nicht aus blindem Gehorsam der allgegenwärtigen Macht der US-Geheimdienste gegenüber sogar das eigene Land und fast alle Nachbarstaaten in der EU verraten.

Ein trauriges Kapitel von Machtmissbrauch des BND und der NSA geht in die nächste Runde.
Das große Schweigen von Frau Merkel zu dieser Causa lässt auch nicht auf viel Rückgrat ihrerseits schließen. So sind ihr ein paar protestierende Österreicher und Luxemburger allemal lieber als die mächtige NSA in die Schranken zu weisen und dadurch zu verärgern.

Diese unverantwortliche Nachsicht muss aus ihrer Kindheit und Jugend in der DDR kommen, als die USA noch die alleinige Hoffnung für die DDR BürgerInnen war, wenn es um die große Idee der Freiheit ging.
Dass da bei näherer Betrachtung und 25 Jahre später vieles nicht mehr stimmt, wollen leider manche aus dem ehemaligen Osten nicht wahrhaben und Kritik an den Amerikanern und ihrem rücksichtslosen Vorgehen erscheint ihnen als undankbares Sakrileg.
Solange die Europäer es nicht wagen ihre eigene Weisheit zu gebrauchen und sich bei allen Entscheidungen von den USA bevormunden lassen, verdient es Europa auch nicht eine eigene Nation zu sein, so sind wir, die EU, bestenfalls ein Protektorat der USA und leider zeigen die Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA zum Freihandelsabkommen TTIP ähnliche Tendenzen.

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